WDS

das Weapon Defense System, ist die konsequente Weiterentwicklung der in der IHSDO bereits seit über zehn Jahren praktizierten Waffenverteidigung. Auf der Basis der bewährten Systematik und Methodik der IHSDO-Sportarten wurde der Bereich der Waffentechniken klar und übersichtlich strukturiert und für den Breitensportler ohne Vorkenntnisse leicht verständlich und erlernbar neu geordnet. Im WDS verbinden sich Techniken und Taktiken der philippinischen Kampfkünste, der traditionellen japanischen Waffenstile und des mittelalterlichen europäischen Waffenkampfes mit modernsten Erkenntnissen über die Selbstverteidigung aus aller Welt unter Berücksichtigung der IHSDO-Prinzipien.

Was ist das Ziel des WDS-Trainings?

Das Ziel des WDS ist es, dem Aktiven die Möglichkeit zu geben, sich mit jedem beliebigen Gegen-stand oder waffenlos gegen einen oder mehrere bewaffnet oder unbewaffnet angreifende Gegner effektiv zu verteidigen.

Was gilt im WDS als Waffe?

WDS ist kein Stockkampf! Jeder Gegenstand, der aufgrund der hier geltenden Gesetze legal besessen und mitgeführt werden darf, kann als Waffe eingesetzt werden. Auch die "leere Hand" ist im WDS als Waffe definiert. Wenn also ein Prüfer eine Demonstration mit einer "freien Waffe" verlangt, steht es dem Prüfling frei, diese mit einem mittelalterlichen Schwert, einem Kugelschreiber, einer Jacke oder unbewaffnet vorzuführen. Der Stock wird im Anfängerbereich schwerpunktmäßig verwendet, um die grundlegenden Bewegungsmuster zu erlernen, später werden diese unverändert auf alle anderen Waffen übertragen.

Gibt es vorgeschriebene Grundtechniken?

Nein! In der Grundschule sind lediglich sog. Schlagwinkel definiert. Sofern die elementaren Prinzipien und Grundregeln beachtet werden, kann der Aktive bei allen Methodiken die Art und Form seiner Techniken frei wählen.

Warum ist der Angreifer beim WDS meistens bewaffnet?

In der heutigen Zeit ist die Wahrscheinlichkeit leider sehr groß, dass man sich in einer Notwehrsituation mit einem bewaffneten Angreifer konfrontiert sieht. Gewaltverbrecher sind oftmals feige, hinterhältige Menschen, die kein Risiko eingehen wollen und sich hinter einer Waffe verstecken. Selbst ein zunächst unbewaffneter Gegner könnte während unserer Verteidigungshandlung plötzlich eine Waffe ziehen oder einen herumliegenden Gegenstand, z.B.: eine Flasche oder einen Stein, aufheben und gegen uns einsetzen.

Warum ist der Verteidiger beim WDS meistens bewaffnet?

Selbstverständlich trägt kein friedlicher, gesetzestreuer Mensch eine Waffe bei sich, wenn er aus dem Haus geht. WDS lehrt den Einsatz aller denkbaren Alltagsgegenstände zur Selbstverteidigung. Wenn wir uns oder andere gegen einen beispielsweise mit einem Messer bewaffneten Angreifer verteidigen müssen, sollten wir jeden greifbaren Gegenstand in unserer Nähe, z. B.: Tasche, Jacke, Schuhe, Kugelschreiber, zusammengerollte Zeitschrift, etc., in unsere Verteidigungshandlung einbeziehen, um unsere Eigensicherung und die Trefferwirkung beim Gegner zu maximieren. Genauso macht es Sinn, eine Waffe, die wir einem Angreifer abgenommen haben, für dessen Fixierung zu einzusetzen oder für die Verteidigung gegen einen möglichen zweiten Gegner.

Welche Grundregeln sollte der Anfänger beherzigen?

Beide Hände vor die Mittellinie, die Waffenhand ist vorn. Füße in Länge und Breite etwa schulterbreit, das Waffenbein steht vorn. Die Annahme des Angriffes erfolgt nach dem Muster "Block - Check" (Abwehr und Kontrolle der gegnerischen Waffenhand).



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